Postkarte von Halle: Verfall

2,00

Beschreibung

Charakteristisch für die Innenstadt von Halle (Saale) sind ihre vielen Gründerzeit-Häuser mit wunderschön gestalteten Fassaden. In der DDR-Zeit verfielen leider viele dieser Häuser. Der Grund für den Verfall lag auf der Hand: Mit 90 Pfennig Miete pro Quadratmeter (für Altbauten mit Klo auf halber Treppe und Kohleöfen 70 bis 80 Pfennig) war keine Reparatur, keine Sanierung, kein Erhalt der Bausubstanz zu leisten – auch nicht ansatzweise. An Modernisierungen war nicht zu denken. Für den Mieter war das prima – solange das Haus nicht einstürzte und er in Privatinitiative hier und da heimwerkeln konnte. Für Hauseigentümer, auch staatliche, war das ein Graus, sie konnten den Besitz unter diesen Umständen nicht verantwortungsvoll betreuen. Reihenweise schlugen Familien das Erbe aus, wenn eine Immobilie auf sie kam. So landeten viele Häuser in „Volkseigentum“. Aber auch der Staat hatte weder Geld noch Arbeitskräfte noch Baumaterial. Das wenige Verfügbare steckte er in die Plattenbausiedlungen auf der grünen Wiese; dort ließ sich klotzen. Die Innenstädte wurden geopfert. (Quelle)
Seit den 1990er Jahren wurden in Halle (Saale) zum Glück viele der Gründerzeit-Häuser liebevoll saniert. Trotzdem hatten für mich die sterbenden Altbauten immer einen besonderen, morbiden Charme mit ihren weitgehend vom Putz befreiten Ziegelmauern, der plötzlich nackten Symmetrie, den leeren Fensterhöhlen und dem wildwuchernden Grün dazwischen und auch darin. Ich bin froh, dass ich einige der stark verfallenen Häuser im Foto festhalten konnte, denn einige von ihnen mussten dann doch abgerissen werden.

Die von mir angefertigten Postkarten wurden auf Hochglanz-Fotokarton gedruckt, besitzen das klassische 10 x 15 cm – Format und eine ebenfalls bedruckte Rückseite.

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